99 fire films award | Zuversicht

Einen großartigen Beitrag zum diesjährigen 99fire films Award mit dem Thema: “Put a smile on your face” findet ihr nach dem jump. Wem’s gefällt bitte ab 10.02.12 hier abstimmen!

Die Zelebrierung unserer Angst

Am Sonntag jähren sich die Anschläge vom 11.September 2001 zum zehnten Mal, und da die Zahl 10 in unserem Kulturkreis von einer magischen Aura der Bedeutsamkeit umgeben ist, wird dieser Anlass dies – und jenseits des Atlantischen Ozeans besonders ausführliche Auseinandersetzung mit den Geschehnissen von New York City und Washington D.C. mit sich bringen. Die Herolde dieser Aufarbeitungssehnsucht hielten vor rund einer Woche Einzug in die Medien unseres Landes. Schon an der Stelle dieser Beobachtung kann man auf den Gedanken kommen, hinter unserer tiefgründigen Auseinandersetzung mit Anlass, Verlauf und Folgen von 9/11 die Zelebrierung unserer Angst zu sehen. Dieser Gedanke … Mehr..

Der Terror unserer Angst

Die Geschehnisse vom vergangenen Freitag erschütterten zunächst Oslo, dann die Medien in Deutschland. Verwüstete Straßenzüge, Berichte über Bombendetonationen, Tote und Verletzte – schon bald bestand kein Zweifel mehr: „Der Terror ist nach Europa zurückgekehrt!“ titelte ein Berlin-Brandenburger Radiosender. Politiker waren wie immer schnell beim Verurteilen und Bedauern der Ereignisse und der norwegische Regierungschef Jens Stoltenberg kündigte noch am Abend eine „entschlossene Reaktion“ an. Was er nicht sagte, was auch sonst nie jemand sagen kann, wann immer Verbrechen dieser Art verübt werden, ist, wie im einzelnen diese „Reaktion“ aussehen soll. Wie reagiert man auf einen Bombenanschlag und einen Amoklauf? Wie reagiert man auf … Mehr..

in bewegung geraten

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„mit verlaub, herr praesident, sie sind ein arschloch“, mit diesem legendaer gewordenen satz in richtung des damaligen csu-bundestagspraesidenten richard stuecklen machte sich der spaetere bundesaussenminister joschka fischer bereits mitte der 1980er einen namen als vorzeigegruener. zu dieser zeit muessen die gruenen noch als ein exotisches element in der polit – und parteienlandschaft der bundesrepublik deutschland gewirkt haben. sie waren eine kleine partei, gespeist aus vielen verschiedenen stroemungen, darunter ambitionierte 68er wie fischer, aber eben auch protooekologische sozialdemokraten, denen die aera helmut schmidt vermutlich so erschien wie die aera gerhard schroeder nicht wenigen sozialdemokraten unserer tage erschienen sein mag, sowie eine … Mehr..

This is not TV

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In meiner jahrelangen, überaus anstrengenden Tätigkeit als Klugscheißerin musste ich leider regelmäßig die immer gleichen Illusionen zerstören: Nein, er (oder sie) wird dich nicht erhören oder zurücknehmen wenn du ihn( oder sie) nur lange genug anschmachtest. Weder eifersüchtig noch “sich rar” machen funktionieren wirklich. Es gibt keine totsichere “Masche” und die oder der “Richtige” ist auch nur ein Mythos. Immer wieder höre ich die gleichen Floskeln und Sprüche, die sich irgendwie immer mehr nach Harry und Sally, Rachel und Ross, und Carry Bradshaw als nach meinen Freunden und deren Bekannten anhören. Beinahe täglich höre ich Sätze die direkt aus dem … Mehr..

wichtige dinge

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irgendwie macht die bundesregierung im moment eine besonders schlechte figur. fdp? wieso fdp? nein, vom personalchaos und der verzweifelten suche nach politischen inhalten bei unseren gelb-blauen lieblingen rede ich nicht! vielmehr scheint die  regierungschefin selbst der grund fuer die aktuelle hueftversteifung der koalition zu sein. keine sorge, es folgen jetzt keine witze ueber frisuren, hosenanzuege oder haengende mundwinkel! das problem liegt mehr (und hier bietet sich der kalauer dann doch an) auf der  hand: seit ihrer meniskusoperation am letzten wochenende ist unsere lieblingskanzlerin naemlich auf die stuetze zweier gehhilfen angewiesen und damit eines wichtigen stilmittels beraubt: ihrer mysterioesen standardgeste, mit … Mehr..

Wozu das Ganze?

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Freitag nachmittag. In der Tram auf dem Weg nach Hause. Es ist Frühling. Ich merke das allerdings nur am Kribbeln meiner Nase (welches allerdings auch vom über und über mit Katzenhaaren übersäten Pullover der Frau neben mir ausgelöst worden sein könnte) und am Schatten meiner eigenen in Falten gelegten Stirn. Mein Kopf sollte beim Feierabend, meinen Freunden und dem bevorstehenden Wochenende sein. Er ist aber in Libyen, in Japan, ja sogar in Baden-Württemberg (wer hätte gedacht, dass es mal soweit kommt). Warum muss immer alles so kompliziert sein? Plötzlich werde ich jäh aus meinen Gedanken gerissen. Nicht etwa die Haltestellenansage … Mehr..

7 Sachen

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Eigentlich wollte ich ja nicht solchen “Mädchenkram” hier reinstellen. Aber heute hat es mich mal gepackt. Ich habe ein bisschen mit meiner Billigkamera rumgeknipst (zu mehr reicht es bei mir leider nicht). Der (zugegebenermaßen entzückende) Blog von Kollegin Liebe hat dann auch die richtige Inspiration für die Verwendung der daraus entstandenen *äähm* Werke gegeben. Sieben Sachen die an diesem Sonntag durch meine Hände gegangen sind: Ausgiebig gekuschelt Mal wieder eine echte (!) Zeitung gelesen Pflanzen bewässert (die linke hatte es echt nötig) Lieblingsessen gekocht Gitarre gespielt Bisschen gekritzelt Gutes Buch weitergelesen

Nachvollziehbar.

Nachvollziehbar(2007) Copyright Madlen Kornfeld

Was bedeutet eigentlich “nachvollziehbar”? Nun, für mich hat es eine ganz besondere Bedeutung. Zunächst einmal bietet es eine ganze Reihe von spontanen Assoziationmöglichkeiten. Natürlich in erster Linie das nachvollziehen oder besser noch der “Nachvollzug”. Etwas was nach einem “Vollzug” geschieht? Was wird da vollzogen? Und wer ist da voll? In einer Bar etwa? Oder danach? All diese Sachen strömen auf mich ein wenn ich dieses besondere Wörtchen höre oder sehe. Neben den billigen Wortwitzen bezeichnet es allerdings auch einen ganz besonderen Ort meiner Jugend. Die “Nachvollziehbar” war Teil des Proberaumes meiner damaligen Band. Dort wurde nicht nur Musik gemacht und … Mehr..

Wer sind die Gutten?

CC-BY-Lizenz Fiona Krakenbürger

Nun sollte heute Mittag also demonstriert werden. Laut Facebook in so gut wie jeder Großstadt Deutschlands, sowie im Heimatörtchen unseres Verteidigungsministers a.D. in Bayern. Heraus kam für die meisten Städte: nichts. Vor dem Rathaus in Dresden war niemand in blauen Jeans und weißem T-shirt zu sehen. Selbiges wird auch aus Leipzig, Hannover und Bremen berichtet. Viele andere Demos konnten gar nicht erst stattfinden, da niemand aus der 570.000 Mann starken Facebookgruppe sich die Mühe gemacht hatte, diese ordnungsgemäß anzumelden. Neben der vom Vater Guttenbergs angeführten Demonstration im gleichnamigen Dorf in Oberfranken, die immerhin über tausend Menschen zählte, kam es vor … Mehr..